In großen Netzen der Logistik werden unterschiedliche Leistungsobjekte mit Hilfe wechselnder Arbeitsmittel (z.B. Verkehrsträger) transportiert oder „transformiert“. Diese Netze funktionieren in einem organisatorischen Rahmen, der heute aus diversen Formen der beteiligten Unternehmen (strategischen Allianzen, virtuellen Unternehmen oder multinationalen Unternehmungen) entsteht. In solchen Organisationen unterscheidet man Zuliefernetzwerke, Produktionsnetze, Distributionsnetze, Gütertransportnetze, Behälterkreisläufe oder Verkehrsnetze. Alle verfolgen vielfältige Leistungsziele. Die Knoten großer Netze (Produktionsstätten, Distributionszentren, Lager, Depots oder auch die stationären Betriebsmittel in detaillierten Netzwerkstrukturen) sind durch eine Vielzahl unterschiedlichster Beziehungen miteinander verknüpft. Der Vernetzungsgrad erhöht sich permanent, da sowohl die Geschäftsbeziehungen, die Arbeitsteiligkeiten als auch die Märkte immer komplexer werden. Die modernen Informations- und Kommunikationstechniken ermöglichen es, solche Relationen beherrschbar zu machen und beschleunigen zudem die Veränderung der Anforderungen und Bedarfe. Eine Logistikleistung zu bestellen wird durch E-Business immer leichter, gleichzeitig wird es jedoch immer schwieriger, die großen Netze der Logistik zu beherrschen und zu steuern – das liegt im Wesen engmaschig verflochtener Systeme.