Der VDR vertritt die gemeinsamen wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der deutschen Reedereien auf der Ebene des Bundes und der Länder, darüber hinaus gegenüber europäischen und internationalen Instanzen, teilweise direkt, teilweise über internationale Verbände, deren Mitglied er ist. Die Vielfalt der Interessenwahrung setzt eine intensive interne Kommunikation voraus, damit sichergestellt ist, daß die Definition der unternehmerischen Interessen durch die Reedereien selbst erfolgt, die ihrerseits in den jeweiligen Willensbildungsprozeß eingebunden sind. Über einen ständigen Dialog im Rahmen der dafür gegründeten Kommissionen des Verbandes, im Verwaltungsrat und in seinem Präsidium werden die politischen Handlungsspielräume definiert und der Konsens für die politische Arbeit des Verbandes gebildet. Darüber hinaus erbringt der Verband durch eine Vielzahl beratender Aufgaben und durch die Gewährung von Rechtsschutz im Arbeits- und Sozialrecht einschließlich der Wahrnehmung von Prozeßvertretungen in diesen Bereichen unmittelbar Dienstleistungen gegenüber seinen Mitgliedern. Für diejenigen Mitglieder, die sich in der Tarifgemeinschaft des VDR zusammengeschlossen haben, schließt der Verband Tarifverträge mit den deutschen Seeleutegewerkschaften. Der VDR vertritt die Interessen der unternehmerischen Seeschiffahrt vor allem gegenüber der Politik und Verwaltung in Bund, Ländern und Gemeinden, gegenüber den Spitzenorganisationen anderer Wirtschaftszweige, gegenüber den Gewerkschaften und gegenüber der Öffentlichkeit. Dabei verfolgt er die Ziele, * die unternehmerischen Positionen in der Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik zu stärken und für sie einen gesellschaftlichen und politischen Konsens zu erreichen; * ein wettbewerbsorientiertes, auf dem Prinzip offener Wirtschafts- und Arbeitsmärkte aufbauendes Umfeld zu fördern; * die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu stärken, die vom Standort Deutschland aus auf Weltmärkten, auf europäischen Märkten und im nationalen Bereich Seeschiffahrt betreiben; * dem Prinzip der sozialen Marktwirtschaft in der Seeschiffahrt zum Erfolg zu verhelfen, * eine Handelsflotte unter deutscher Flagge zu fördern und * dem Prinzip offener Märkte folgend, zugleich deutschen Reedereien die Möglichkeit zu sichern, Handelsschiffe auch unter anderen Flaggen von deutschen und ausländischen Standorten einsetzen zu können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Wettbewerb zu erhalten und zu verbessern; * auf offenen Arbeitsmärkten für deutsche Seeleute und für ausländische Mitarbeiter zukunftsorientierte und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten; * ein effizientes attraktives Bildungssystem für Seefahrtsberufe in Deutschland zu erhalten und fortzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und beruflicher Praxis zu stärken; * für ein leistungsfähiges, kostenorientiertes Sozialsystem einzutreten, das der Verantwortung der Gemeinschaft, aber auch des einzelnen für soziale Risiken Rechnung trägt; * Schiffs- und Umweltsicherheit des Seeverkehrs im internationalen Rahmen zu fördern und zugleich Überregulierungen zu vermeiden; * die notwendige Flexibilität für unternehmerische Entscheidungen auf den Weltmärkten der Seeschiffahrt zu erhalten und zugleich * die Verantwortung der deutschen Schiffahrtsunternehmen für das Gemeinwesen zu verdeutlichen.