Sofort nach dem Ende des ersten Weltkrieges stellte Prof. Junkers ein Flugzeugbauprogramm auf, dessen Verwirklichung in den kommenden Jahren den Weltluftverkehr entscheidend beeinflussen sollte. Er begann mit dem Bau eines mittelgroßen Verkehrsflugzeuges, für das die im Krieg weiter entwickelten und richtungsweisenden Konstruktionsprinzipien übernommen wurden: Die Ganzmetallbauweise sowie der dicke, selbsttragende Flügel in Tiefdeckeranordnung.
Am 25. Juni 1919 stand das erste "reine" Verkehrsflugzeug der Welt, die Junkers F 13, zum Probeflug bereit. Es konnte bis zu fünf Passagiere befördern. Die geschlossene, mit Bequemlichkeiten ausgestattete Kabine war damaliger Spitzenkomfort. Die Tiefdeckerbauweise bot größtmöglichen Schutz bei etwaigen Bruchlandungen, weil in solchem Fall das robust gebaute Tragflächenmittelstück den Hauptteil der Aufprallenergie auffing und die darüber liegende Kabine vor schweren Zerstörungen bewahrte. Als Ganzmetallflugzeug, das wahlweise mit Rädern, Schwimmern oder Schneekufen ausgestattet werden konnte, war die F 13 in allen Gegenden der Welt einsetzbar.