Der Kombinierte Verkehr (KV) verbindet die Vorteile der Schiene und der Straße zu einem harmonischen Ganzen : für lange Strecken die Möglichkeit der Schiene, große Gütermengen auf einmal zu transportieren, für die Verteilung auf regionaler Ebene die Flexibilität des Straßentransports. Die Güter werden in genormten Containern, in Wechselbehältern oder in Sattelanhängern transportiert und in Terminals, die die Schnittstelle zwischen den verschiedenen Transportarten bilden, umgeschlagen.Der KV lebt von der Zusammenarbeit mehrerer Partner. Die Eisenbahnunternehmen stellen ihr Betriebssystem zur Verfügung, d.h. das Schienennetz, die Lokomotiven und das Personal, das den Transport auf der Schiene ausführt. Die KV Operateure kaufen die benötigte Traktion bei den Eisenbahnunternehmen. Die Waggons werden von den EBU und mit steigendem Anteil von den Operateuren eingesetzt. Die Terminals werden entweder von den EBU, von Operateuren oden von lokalen Gesellschaften betrieben. Die KV Operateure gehen von diesen Elementen aus, um ihre Angebote zu erstellen. Sie bieten entweder Transporte von Terminal zu Terminal für Logistikunternehmen, Transportgesellschaften oder Reedereien an (Typ: UIRR-
Vollmitglieder), oder die gesamte Transportkette für Verlader oder Reedereien, z.B. das assoziierte UIRR Mitglied CNC.Der KV wird als der dynamischste von den Gütertransporten mit steigender Tendenz in Europa angesehen. Er tritt mehr und mehr an die Stelle des konventionellen Bahntransports und ist das einzige Eisenbahnprodukt, das genug Anziehungskraft hat, um Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern.Im Bereich Gütertransport ist die Entwicklung des KV die bedeutendste Strategie in der Transport- und Umweltpolitik der EU-Mitgliedstaaten.