Für die einen ist Eisenbahn ein technisches Erlebnis, das sie auch im Modell auf die Spitze treiben. Für die anderen ist Eisenbahn das akribische Protokollieren von Baureihen und Zugläufen. Für mich war Eisenbahn immer ein szenarisch-visuelles Erlebnis. Mich begeistert es, wenn auf von Menschhand gelegten Trassen wuchtige Maschinen sich mühsam durch die Berge winden, dabei Täler, Flüsse und Schluchten überwinden und den Reisenden durch die atemberaubende Schönheit der Berge führen. Wer einmal mit dem Glacier-Express oder dem Bernina-Express gefahren ist, weiß, was ich meine.Alpentransit ist der Versuch, dieses Bahnerlebnis auf rund 60 Bahnkilometern einzufangen bzw. zu simulieren. Alpentransit erhebt daher weniger Anspruch auf Originaltreue (obwohl es eine bahntechnische Vorlage gab), als vielmehr auf das Erlebnis Bahn und Berge frei meiner Erinnerung und Phantasie.Da aller Anfang schwer ist (insbesondere mit dem Editor des MSTS) und ich die Gotthard-Route von Edi Kuhr mochte, habe ich deren Streckenbau mir als Vorlage genommen. Alpentransit basiert auf der Version 2.0, d.h. 95% des Streckenlaufs wurden von Edi Kuhr nach dem Vorbild der Gotthardbahn gelegt. So konnte meine Arbeit gleich mit dem beginnen, was ich zum Schwerpunkt machen wollte: das szenarische Erlebnis von Bahn und Berge.