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Schienenausbau hinkt Bahn-Boom hinterher
Internationaler Hochgeschwindigkeitsverkehr bedarf Anschubinvestitionen
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Düsseldorf (pte/08.05.2009/12:10) – Die europäischen Bahngesellschaften haben in den vergangenen Jahren Strukturen geschaffen, die ein nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Allerdings sind dafür besonders im Hochgeschwindigkeitsverkehr Anschubinvestitionen erforderlich. Wie die Unternehmensberatung Droege & Comp. www.droege-international.com aufzeigt, hinkt der Netzausbau den Wachstumsprognosen hinterher. Zwar wird im Rennen um Platz eins der Verkehrsmittel in Zukunft die Bahn die Nase vor dem Hauptkonkurrenten Flugzeug haben, wie auch die Boston Consulting Group http://www.bcg.de unterstreicht (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090409001/). Droege zufolge sind jedoch besonders auf grenzüberschreitenden Strecken unterschiedliche technische Standards und Besonderheiten der lokalen Märkte sowie der Protektionismus der lokalen öffentlichen Vergabestellen hinderlich. Dabei seien neben dem Nahverkehr gerade die mittleren Ferndistanzen die wichtigsten Wachstumstreiber.
Dass sich die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn im Personen-Fernverkehr gegenüber dem Flugverkehr verbessern wird, ist nach Ansicht der Betreiber beschlossene Sache. Darüber hinaus rechnen in den kommenden Jahren immerhin 80 Prozent zusätzlich mit Marktanteilsgewinnen. Besonders auf mittleren Distanzen unter 450 Kilometern holt der Zug gegenüber dem Flugzeug auf. Zudem setzt er sich stärker bei Metropolen verbindenden Strecken durch. Wie das Handelsblatt berichtet, sind für die prognostizierten Wachstumszahlen der Bahn von bis zu 50 Prozent bis 2018 jedoch besonders anfänglich entsprechende Investitionen erforderlich. Während bei der EU für die Verkehrsprojekte “Transeuropäische Netze” der Jahre 2007 bis 2011 Fördermittel in Höhe von über elf Mrd. Euro eingingen, stünde nur knapp die Hälfte der Gelder zur Verfügung.
Durch den Investitionsstau geraten die Ausbauprojekte in Verzug. Darüber hinaus sei Wachstum in vielen Heimatmärkten vornehmlich in Westeuropa ohnehin nur noch begrenzt möglich. Dabei seien im Personenverkehr hauptsächlich neue Schnellstrecken wachstumsfördernd, weshalb europäische Hochgeschwindigkeitsnetze erweitert werden müssten. Dem Verband der europäischen Eisenbahnindustrie UNIFE http://www.unife.org nach ist neben den Infrastrukturinvestitionen eine weitere europaweite Liberalisierung sowie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Bahngesellschaften erforderlich. Neben dem wirtschaftlichen Wachstum würden dadurch schließlich auch die EU-Klimaschutzziele unterstützt. (Ende)
Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Manuel Haglmüller
email: haglmueller@pressetext.com
Tel. +43-1-811-40-315
Geschrieben am 08.05.2009 von admin in Bahnen-Schienenverkehr. Kommentare deaktiviert.
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